THSV Wünschendorf I – SV Hermsdorf 8:5

Heldenhafter Kampf wird belohnt

THSV Wünschendorf I – SV Hermsdorf 8:5 am 27.11.2019

Als hätte es das Redaktionskollegium geahnt, welch furioses Spektakel an diesem Abend zu erwarten war, strömte es in voller Besetzung zum Heimspiel der Wünschendorfer gegen die im Vorfeld nicht so richtig einschätzbare Mannschaft aus Hermsdorf.
Dies änderte sich aber spätestens dann, als die Hermsdorfer Akteure in den Einzeln ihre Klasse unter Beweis stellten.
Auf allen Positionen äußerst stark besetzt verlangten sie den Spielern des Gastgebers alles ab.
Zunächst lief es gut für Wünschendorf durch den Gewinn beider Doppel, was sich im Nachhinein als Grundlage für den Sieg herausstellte. Dabei glänzte diesmal vor allem das Doppel 2 mit R. Gerstner / M. Stoike, die gegen die starken Einzelspieler K. Weyda / A. Hlawati glatt in 3 Sätzen gewannen, während das erfolgsverwöhnte Doppel 1 mit F. Fülle / H. May so seine Schwierigkeiten hatte, um am Ende in 5 Sätzen zu gewinnen.
Nachdem im 1. Einzel des Abends F. Fülle gegen H.J. Hermsdorf siegte, lief alles nach Plan, doch dann wachte Hermsdorf auf und es entwickelte sich ein spannender Krimi. Die nächsten 4 Spiele gingen allesamt verloren und plötzlich sah man sich mit 3:4 im Hintertreffen. Nachdem H. May gegen H.J. Hermsdorf gewann und auch R. Gerstner stark gegen K. Weyda auftrumpfte, M. Stoike aber gegen A. Hlawati verlor, stand es mit 5:5 wieder auf des Messers Schneide.
Angesicht der noch folgenden Paarungen hatte zugegebenerweise der Redakteur max. noch ein Remis vorausgesagt. Dann kam jedoch der große Auftritt von R. Gerstner. Gegen den stärksten Gästeakteur D. Danz, der sowohl gegen F. Fülle als auch H. May glatt in 3 Sätzen gewann, lieferte er ein Wahnsinnsspiel und rang seinen Gegner förmlich nieder.
Gegen seine Angriffswucht und die physische Überlegenheit musste der technisch brilliante Hermsdorfer am Ende des 5. Satzes seine Niederlage akzeptieren.
Das war zugleich das Schlüsselspiel der Partie. Damit führte R. Gerstner die Theorie der Sinnhaftigkeit von Quervergleichenad absurdum. Durch den nachfolgenden Sieg von F. Fülle gegen K. Weyda, zum 7:5, ein Protest des Gegners konnte friedlich beigelegt werden, ging es nur noch um Remis oder Sieg. Dazu musste H. May gegen den äußert starken und bisher unbesiegten A. Hlawati an die Platte.
Der Hermsdorfer glänzte mit einer unangenehmen, aus der Halbdistanz heraus angriffsbetonten Spielweise mit Topspin-Charakter. Nach dem Verlust des 1. Satzes konnte sich H. May aber immer besser auf seinen Gegner einstellen und glänzte mit einer taktischen Meisterleistung, indem er mit seinem Kurzpassspiel und ständigem Wechsel von Vor- und Rückhand seinen Konkurrenten schließlich entnervte und das Match mit 3:1 fürsich entschied.
Der auf den Lippen der Zuschauer liegende frenetische Jubel fiel dann doch etwas gemäßigt aus, da der Matchball durch einen Netzroller zustande kam und die Fairness gegenüber dem Gegner obsiegte.
Alles in allem war die Veranstaltung eine Werbung für unseren Sport und die Wünschendorfer gehen mit breiter Brust ins nächste Duell bereits am 02.12.19 gegen Zwötzen II, was eine lösbare Aufgabe sein sollte.

28.11.19   Der Redakteur

Das Siegerteam (R.Gerstner, H.May, F.Fülle, M.Stoike)